Freitag, 4. Mai 2007

Grund zum Feiern?

in Kiel wird derzeit ein dolles jubiläum begangen:
"100 Jahre deutsche U-Boote" .

an soetwas können sich stumpfe militaristen und rüstungsgewinnler immer wieder ordentlich aufgeilen. die frage nach der sinnhaftigkeit solcher kriegsmaschinen wird schön ausgeklammert. stattdessen bewundert man das "modernste seekriegsmittel", das U34, für das mal eben 450 millionen euro verschwendet werden: ein nettes geschenk an die rüstungsindustrie.

ob bei dieser gelegenheit auch an das deutsche U20 und die versenkung der Lusitania erinnert wird, ist mir nicht bekannt, vermutlich aber eher nicht. während die Titanic ja weithin legendär ist, liegt über der Lusitania der graue schleier des verdrängens.

dabei handelt es sich bei dem fall um eines der grössten kriegsverbrechen des ersten weltkriegs, begangen von der "ruhmreichen" deutschen marine:
angriff auf ein wehrloses passagierschiff.
1198 tote: männer, frauen, kinder.

nachzulesen bei wikipedia.

grund zum feiern?
grund zum kotzen.

Donnerstag, 3. Mai 2007

"Ich will tanzen."

hübscher beitrag über die hedonistische internationale bei NEON.

Freitag, 27. April 2007

O-Ton Polizeisenator

"Befürchten Sie, dass es wegen des G-8-Gipfels in Heiligendamm auch rund um die Maifeierlichkeiten in Berlin zu größeren Ausschreitungen als zuletzt kommen könnte?

Körting: Das hatten wir im letzten Jahr befürchtet. Es gab Hinweise, dass man den 1. Mai sozusagen als Aufgalopp für die Proteste gegen den G-8-Gipfel nutzen würde.
Nach unserer heutigen Erkenntnislage kann man davon aber nicht mehr ausgehen. Falls es Krawalle geben sollte, werden wir es mit einem völlig anderen Publikum zu tun haben als beim G-8-Gipfel. Insofern sehe ich keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen.

Gibt es nicht auch bei den Berliner Demonstrationen am 1. Mai zahlreiche Globalisierungsgegner?

Körting: Wir werden auch hier Demonstrationen haben, die von einer tiefen Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Struktur der Bundesrepublik und der Überlagerung durch die Globalisierung geprägt sind. Aber wir gehen davon aus, dass dies politische Demonstrationen sind.
Man kann fast davon sprechen, dass wir eine Repolitisierung des 1. Mai erwarten können. Diese Demonstrationen werden wahrscheinlich wie auch schon in den letzten Jahren nicht zu Krawallen führen.
Das war in den Frühzeiten des 1. Mai anders. Da mündeten die Demos direkt in Krawalle und waren auch darauf ausgelegt. Zuletzt kamen die Randale, wenngleich auch milder als davor, mit Einbruch der Dunkelheit. Sie wurden insbesondere von Jugendlichen aus dem deutschen, türkischen und arabischen Bereich ausgelöst, die meinten, dass man diesen Abend nutzen kann, um Krawall
zu machen. Die Krawalle haben in den letzten Jahren praktisch keinen politischen Hintergrund mehr, während es in Anfangszeit wenigstens den Anspruch eines politischen Hintergrunds gegeben hat.

Vor 20 Jahren gab es erstmals Ausschreitungen. Kann dieses "Jubiläum" gewaltbereite Menschen anlocken?

Körting: Nein. Der 1. Mai wurde eine Zeit lang sehr stark vom
linksextremistischen Spektrum genutzt, das an diesem Tag lautstark und gewaltbereit gegen die wirtschaftlichen Verhältnisse und vermeintliche Ungerechtigkeit protestierte. Dieses Spektrum ist weg. Das demonstriert, aber äußert sich nicht mehr gewalttätig. Was bleibt, sind junge Leute, die nichts mit der Geschichte der Krawalle des 1. Mai zu tun haben, die allenfalls an die Geschichte anknüpfen, weil sie denken, ach, das ist ein Tag, da kann ich mal
Krawall machen.

Gibt es wieder ein Polizei-Konzept?

Körting: Wir werden das erfolgreiche Konzept der letzten Jahre fortsetzen, das Konzept der ausgestreckten Hand. Die Polizei ist zu allen freundlich und kooperativ und mit Antikonfliktteams in der Menge. Dieses Konzept beinhaltet auch, dass, wenn es denn zu vereinzelten Straftaten kommt, konsequent eingeschritten wird. Wir haben die Hoffnung, dass es ein friedlicher 1. Mai wird.
Aber wir werden uns schon aus Vorsorgegründen nicht zurücklehnen und sagen, da wird nichts passieren. Deswegen werden wir mit genauso viel Polizei vor Ort sein wie in den letzten Jahren.

Gibt es schon Hinweise, ob gewaltbereite Demonstranten nach Heiligendamm zum G-8-Gipfel reisen werden?

Körting: Protestler werden nicht nur aus Mecklenburg-Vorpommern selbst kommen, sondern auch aus anderen Bundesländern. Hinweise auf europäische Beteiligung sind noch mager. Aber wir haben Hinweise, dass aus Berlin ein Teil der Szene, auch der gewaltbereiten extremistischen, nach Mecklenburg-Vorpommern fahren wird, um dort gegen die Globalisierung zu kämpfen.
Es ist dem Generalbundesanwalt und den Polizeibeamten aller Länder bis heute nicht gelungen, die so genannte Militante Gruppe ausreichend beweissicher festzusetzen und zu überführen. Das ist eine Gruppe, die sich gegen Wirtschaftsunternehmen richtet und vor allem durch Brandanschläge auf Nobelkarossen auf sich aufmerksam macht. Sie agiert nicht nur, aber auch in Berlin. Natürlich ist der G-8-Gipfel jetzt ein willkommener Anlass, unter dem Deckmantel, man sei gegen Globalisierung, seinen kriminellen Neigungen nachzugehen.
Die Gruppe ist im Hinblick auf den G-8-Gipfel bewusst aktiver geworden. Wir werden zum G-8-Gipfel auch NPD-Demonstrationen haben. Das heißt, dass neben ganz vielen Bürgern und weit weniger Linksextremisten auch mit Protesten der Rechtsextremisten zu rechnen ist."

quelle: net-tribune

wer körting live erleben will: heute abend in der waldemarstrasse (siehe unten).

Mittwoch, 25. April 2007

MAYDAY! MAYDAY!




und ausserdem gibtz noch folgende eventz am kommenden langen wochenende:

freitag 27.04. ab 18h
- taz-veranstaltung: "Aber dennoch hat sich Bolle..."
mit very special guest polizeisenator körting
Alevitisches Kulturzentrum, Waldemarstrasse 20

freitag 27.04. ab 21h
- staffellauf die dritte - Go International!
hedonistische info-veranstaltung & party im KATO

samstag 28.04. ab 12h
- BUMS-festival !!!
mehr infos rechtzeitig hier.

und am dienstag 01.05.
- MAYDAY! inklusive BASSmobilen von FUCKPARADE & Hedonisten ...

Montag, 23. April 2007

Daily Life In Bagdad

"...„Auf ihren Gesichtern lag ein ganz bestimmter Ausdruck, ein Gemisch aus Verzweiflung und Hoffnung. Es ist ein sehr spezifischer Blick, den man in Bagdad nur in der Nähe der Leichenhallen findet. Die Augen sind groß und rot geädert, als ob sie nach etwas suchen. Die Brauen sind zusammengekniffen, die Kiefer angespannt, der Mund ein dünner Strich. Es ist ein Gesichtsausdruck, der dem Beobachter verrät, dass die Männer auf dem Weg in die Leichenhalle sind, wo die Toten in Reihen liegen, und dass sie innerlich darum beten, nicht finden zu müssen, wonach sie suchen.“..."

"nachrichten aus dem inferno"
, artikel im tagesspiegel.

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